Gastautor werden: 7 Praxistipps für erfolgreiche Gastartikel

Wenn du Gastautor werden willst, ist es wichtig, dir vorab klar zu machen

  • was du schreibst
  • wo dein Blogbeitrag veröffentlichst
  • wie du damit bestmöglich deine Sichtbarkeit erhöhst

Hier gebe ich dir 7 Praxistipps für das Gastbloggen. Außerdem kannst du zur Inspiration meine bisherigen Gastbeiträge auf anderen Blogs lesen. Obendrein bekommst du Ideen, welche Blog-Variationen es fürs Fremdbloggen noch so gibt.

1.    Definiere dein Ziel, wenn du Gastautor werden willst

gastautor werdenBevor du einen Gastartikel schreibst, mach dir klar, warum du das tust. Fragen, die dir bei der Zielfindung helfen, sind diese:

  • Möchtest du die Reichweite deiner Website erhöhen?
  • Willst neue Leser*innen für deinen eigenen Blog generieren?
  • Ist es für dich wichtig, deine Expertise zu zeigen?
  • Möchtest du mehr Sichtbarkeit erlangen?
  • Willst du dich als zugehörig zum Netzwerk des Ziel-Blogs zeigen?
  • Möchtest du den Fremdblog und seine Aktivität/sein Thema unterstützen, weil es dir einfach wichtig ist?

Wenn du den Grund und das Ziel für deinen Gastbeitrag festgelegt hast, begibst du dich auf die Suche, um den geeigneten Ziel-Blog zu finden. Möglicherweise bist du sogar von einem*r Blogger*in als Gastautor angefragt worden. Überlege dir dann ebenso, was das Ziel für dich ist, wenn du auf diesem Blog einen Gastartikel veröffentlichst. Und ob dieser Blog für deine Zielrreichung geeignet ist.

2.    Suche dir themenrelevante Blogs

Damit dein Blogartikel deinem Business dient, schreibst du am besten über etwas, bei dem du dein Expert*innenwissen einbringen kannst. Die Themenrelevanz zu dem Blog, auf dem dein Beitrag veröffentlich wird, ist aus SEO Sicht wichtig. Denn von dort wird ein Link zu deiner eigenen Website gesetzt. Ein sogenannter Backlink. Woher die Backlinks kommen und dass sie einen Themenbezug zu deinem Businessangebot haben, ist entscheidend für den Einfluss auf dein Ranking in Google.

gastbeiträge veröffentlichenJe bekannter der Ziel-Blog ist und je größer die Themenrelevanz ist, umso besser ist dies für dein Google-Ranking. Schreibst du auf einem Hundeblog und bist selbst Tier-Homöopathin, ist dies eine Super-Kombination. Wenn du als Coach für emotionale Blockaden hingegen auf einem Blog für schnelle Autos schreibst, ist dies eher ungünstig. Achte auf die Themennähe!

Schreibe den Ziel-Blog an, auf dem du gerne Gastautor werden möchtest und schlage ihm 2 bis 3 Themen vor. Frage freundlich, welche Vorgaben es für die Veröffentlichung gibt.

3.    Sprich dich mit deinem Kooperations-Blog ab – VORHER!

Wenn du den geeigneten Blog gefunden hast, achte darauf, dass du alle wichtigen Faktoren vorher geklärt hast. Hier nenne ich dir einige Punkte, die wichtig sind:

Leser*innen

Wer sind die Business-Lieblingsmenschen des Blogs?

Anrede

Werden Leser*innen mit du oder Sie angesprochen?

Textart

Welche Art des Textes wünscht sich die/der Bloginhaber*in, zum Beispiel Tutorial, Erfolgsgeschichte, Tipps, Interview, Kolumne, List Post oder oder oder?

Textlänge

Wie viele Wörter und Absätze sind gewünscht?

Einleitungstext

Wird ein Teaser benötigt und wie lange sollte er sein?

Überschriften

Wie viele Zwischenüberschriften (h2, h3) sollten oder dürfen gemacht werden?

Bulletpoints

Sind Aufzählungen erwünscht – oder gestattet?

Formatierung

Darf der Text formatiert (Überschriften als h1, h2, h3 gekennzeichnet, fette Markierungen usw.) eingereicht werden oder möchte der Blogger das selbst machen?

Bilder/Fotos/Grafiken

Wünscht sich der/die Ziel-Bloginhaber*in Fotos oder Grafiken dazu und wenn ja, wie viele und in welcher Größe?

Summery/Fazit

Ist ein Fazit oder eine Zusammenfassung am Schluss gewünscht?

Links zu deiner Website

Wie viele Links darfst du in deinen Gastblogbeitrag setzen?

Abgabebtermin

Wie lautet der Abgabetermin (Deadline) für deinen Gastblogbeitrag?

Korrekturen

Vereinbare, dass du deinen Beitrag im Falle einer Korrektur durch den/die Host-Blogger*in noch einmal zur Überprüfung und Freigabe bekommst und dass du die finale Entscheidung triffst, wie dein Text veröffentlicht wird. Dies ist sogar ein Must (siehe Urheberrecht, denn jeder Text gehört dir und kann nur mit deiner Zustimmung verändert und veröffentlicht werden und nur du kannst über die Nutzung deines Textes verfügen*), doch viele Blogger*innen wissen es nicht, weshalb hierzu eine vorherige Vereinbarung sinnvoll ist.
*dies ist keine Rechtsberatung, nur ein Hinweis, bitte informiere dich im Urhebergesetz

4.    Mach es für die Blog-Partner*innen einfach

Frage alles, was du wissen willst, gesammelt in einer Mail vorab und nicht häppchenweise. Vermeide zu viele Mailnachfragen:

„Ich habe da noch eine Frage …“, „Jetzt ist mir noch etwas eingefallen …“, „Was ich kurz wissen möchte …“

Nervige Gastautoren mag niemand. Bemühe dich, alles in einer einzigen Mail zu Beginn Eurer Kooperation abzufragen.

Halte dich an die Vereinbarungen, wie Textlänge (zähle die Wörter bitte vorher 😉 – gegebenenfalls mit einem Wörterzähl-Prüftool), und an den Abgabetermin. Liefere deinen Gastartikel in einem gängigen Format, wie Word. Achte auf gute Rechtschreibung, damit dein*e Ziel-Blogbetreiber*in möglichst wenig korrigieren muss.

In einer guten Blog-to-Blog Beziehung kannst du natürlich auch anbieten, dass der-/diejenige in deinem eigenen Blog Gastautor werden kann. Doch das ist kein Muss. Lass dich nicht erpressen. Wenn dies die Voraussetzung dafür ist, dass du auf dem Ziel-Blog schreiben darfst, würde ich die Finger davon lassen. Gute Blogger*innen-Beziehungen wachsen. Manche sind auch nur einmalige Begegnungen und dienen eben genau dem einen Zweck: einmal Gastautor sein.

5.    Biete echten Mehrwert und zeig deine Expertise

gastartikel schreibenDas Wichtigste ist der Inhalt deines Blogbeitrags. Schreibe fundiertes Wissen und deine klare Meinung und biete – wie bei deinem eigenen Blog – auch dem Ziel-Blog hervorragenden Content mit Mehrwert. Du kannst Tipps aus deinem Fachgebiet geben, dich mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung als Expertin zeigen oder mit einer außergewöhnlichen Story punkten.

Schreibe einen einzigartigen Text und wiederhole keine Textbausteine aus deinen bisherigen Blogbeiträgen. Duplicate Content schadet sowohl dir als auch dem Ziel-Blog. Kreiere neue Textelemente, auch wenn du über ein ähnliches Thema schreibst, über das du gegebenenfalls schon auf deiner Website berichtet hast. Inhaltliche Wiederholungen sind sogar gut, um deinen Expert*innenstatus zu festigen. Dennoch ist einzigartiger Text wichtig!

6.    Setze einen Backlink zu deiner Website

Denke an das Ziel deines Gastautoren-Auftritts! Wenn du neue Leser*innen gewinnen möchtest oder mehr Sichtbarkeit willst, setze einen Link zu deiner Website. Genau genommen investierst du nur aus diesem Grund Zeit in das Schreiben eines Blogbeitrags für jemand anderen: Damit du einen Backlink für deine erfolgreiche Website bekommst!

tipps für gastautorenInsbesondere, wenn du kein Geld in Marketing investieren kannst oder willst, sind Blogbeiträge eine gute kostenlose Marketingidee. Du wendest Zeit auf, um dich sichtbarer zu machen. Du bekommst die Chance, von der Reichweite, die jemand anders aufgebaut hat oder noch aufbaut, zu profitieren. Du wirst gesehen und als Expert*in wahrgenommen.

Darfst du nur einen einzigen Backlink auf dem Ziel-Blog setzen, rate ich dir, dies in deinem Autorenprofil zu tun. Bei mehreren erlaubten Backlinks, setze wenigstens einen auf dein Haupt-Keyword. Das ist für eine Suchmaschine das Signal, dass du der/die Expert*in genau für dieses Thema (also das Hauptkeyword) bist.

7.    Schreibe eine Autor*innen-Info

Das Autorenprofil gibt Informationen darüber, wer du bist, was du machst und wie dein Business sowie deine Website heißt. In dieser Autor*innen-Kurzbio beschreibst du (weshalb sie auch Autorenbeschreibung genannt wird), was dich einzigartig macht. Meistens wird das Autor*innenprofil in der dritten Person statt in der Ich-Form verfasst. Fasse dich kurz. Maximal 3 Sätze genügen in der Regel. Liefere außerdem ein Autorenfoto zu deiner Kurz-Bio.

Welche Gastartikel-Varianten gibt es?

als Gastblogger schreibenWenn du jetzt motiviert bist und Gastautor werden willst, stelle ich dir hier ein paar Spezialvarianten für Gastbeiträge vor:

Solo-Beitrag

Damit meine ich den klassischen Blogartikel auf einem andere Blog, um deine Website oder deinen eigenen Blog zu bewerben. Deine Währung für diese Art Contentmarketing ist dein Know-how und der Text, in dem du dein Expert*innenwissen weitergibst.

Fremdblogging

Als Fremdblogger*in kannst du auch ohne eigenen Blog und ohne Website schreiben. Ich habe beispielsweise den Beitrag von Heidy im Rahmen der Blogparade Liebster Award als solch einen Gastbeitrag veröffentlicht.

Blogparade

Die Teilnahme an einer Blogparade zu einem bestimmten Thema, welches der Ziel-Blog für alle Gastblogger*innen ausgibt, ist immer eine tolle Variante, um Backlinks zu bekommen. Hier schreibst du im Umfeld mehrerer Blogbeiträge zum gleichen Oberthema und trägst dein Expertenwissen oder deine Sichtweise dazu bei. Dein Beitrag erscheint zwar auf deiner eigenen Website (und ist somit kein klassischer Gastbeitrag), aber du wirst vor und nach dem Erscheinen deines Beitrags von den Mit-Bloggern auf deren Blogs beworben. Mein Beitrag zur Blogparade von Lemondays zu Wechseljahre ist solch ein Beispiel.

Round-up Posts

Round-up Blog Posts sind Sammlungen von Expertentipps zu einem bestimmten Thema, die im Blogbeitrag, den der Bloginhaber schreibt, zusammengefasst werden. Neben sehr viel Traffic, den solche Roundups meist bringen, befindest du dich außerdem unter Fachleuten und wirst im Kreis dieser Spezialist*innen ebenfalls als Expert*in wahrgenommen. Beim Round-up Post schreibst du keinen ganzen Blogartikel, sondern meist nur 2 – 3 Sätze als Tipp, bekommst aber dennoch einen Backlink.

Linkparty

linkparty für gastautorenDie Linkparty – auch Blogparty genannt – kommt aus dem DIY-Umfeld (Do It Yourself, wie Nähen, Basteln, Heimwerken). Sie ist für alle Themenbereiche möglich und denkbar. Bei der Linkparty wird vom Ziel-Blog eine Link-Sammlung angelegt, die ein Thema hat. Als Gastblogger gibst du einen Link von einem deiner Blogbeiträge zu diesem Thema ab.

Meistens kannst du kein eigenes Statement dazu verfassen, bekommst dadurch aber einen Backlink von der Gast-Blogseite. Die Linkparty ist mit Vorsicht zu genießen, denn reine Linkseiten sieht Google nicht gerne und wittert den Linktausch ohne Mehrwert. Wenn du dich daran beteiligst, achte darauf, dass zur Linksammlung wenigstens etwas Text geschrieben wird und wirklich ein Nutzen für die Leser*innen entsteht.

Gastartikel-Beispiele von Super Sabine

Gastartikel von Super Sabine kannst du auf einigen anderen Blogs finden. Hier habe ich dir eine kleine Übersicht der schönsten Gastbeiträge als Beispiele zusammengestellt:

Kolumne

Regelmäßig (Erscheinungsdatum immer am ersten Mittwoch im Monat) schreibe ich eine Kolumne zum Thema SEO für Frauen bei den Exxtraseiten, zum Beispiel hier:

http://www.exxtraseiten.de/aktuelle-infos/kolumne-seo-fuer-frauen-frauenkurse.html

Fachartikel

Zur authentischen Website erschien mein Gastartikel bei Frau im Business von Daniela Schul:

https://frau-im-business.com/warum-eine-authentische-website-wichtig-ist-von-super-sabine

Interview

Im Lemonista-Talk bei Lemondays  von Angela Löhr findest du meinen Interview-Text über Super Sabine als Gastbeitrag:

https://lemondays.de/lemonista-talk/sabine-krink

Gastbeitrag

Über digitale Präsenz habe ich im WuWei-SuperClub von Regina Westenthanner einen etwas anderen Artikel geschrieben:

https://wuwei-superclub.com/digitale-praesenz

Lebensgeschichte

Bei Frau-Frei-Und habe ich als Gründerin50Plus im Gastbeitrag ein sehr ausführliches Interview zu mir und meiner Lebensgeschichte gegeben:

https://frau-frei-und.de/interview-sabine-krink

Expertinnentipp

Und auf dem Blog von Eva Laspas habe ich einen der Round-up Posts zu ihrem Blogbeitrag „Wie komme ich in den Schreibflow?“ beigetragen:

https://www.akademie-schreiben-lernen.at/so-regst-du-deinen-schreibflow-an

Gastautorin-Kooperation

Wenn du dir wünschst, dass ich als Gastautorin in deinem Blog schreibe oder wenn du Gastautorin bei mir werden möchtest, kontaktiere mich einfach und nenne mir gerne dein Wunschthema.

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