Füllwörter: Lass sie weg!

Füllwörter

Füllwörter verlängern einen Satz, ohne ihm Informationen hinzuzufügen. Je mehr Füllwörter ein Text enthält, desto weniger Sichtbarkeit generiert er.

Hier möchte ich dir einen Überblick geben, wie du Füllwörter vermeiden kannst und für mehr Klarheit in deinen Texten sorgst.

Was ist ein guter SEO-Text?

Ein qualitativ hochwertiger SEO-Text erfüllt vor allem diese zwei Anforderungen:

  1. Er ist gut lesbar.
  2. Er bietet den Leser*innen einen Mehrwert.

Klare, verständliche Formulierungen sind daher besonders wichtig.

Auch die Länge des Textes ist entscheidend. Ein suchmaschinenoptimierter Text hat idealerweise mindestens 1000 – 2000 Wörter, darf aber auch deutlich länger sein, wenn es das Thema erfordert. Dabei geht es jedoch nicht darum, einfach nur so viel Text wie möglich zu schreiben, sondern gehaltvolle und themenrelevante Inhalte auf deine Website zu stellen.

Mehr Informationen zum authentischen und zugleich suchmaschinenoptimierten Text bietet dir mein Lern-Video mit Workbook. Schritt für Schritt erkläre ich dir dort, wie du einen SEO-Text schreiben kannst.

Sichtbarkeit in den Suchergebnissen

sichtbar mit guten TextenDa Google die meistgenutzte Suchmaschine ist, orientiert sich ein guter SEO-Text an den Google-Algorithmen. Wie weit oben in den Suchergebnissen eine Webseite angezeigt wird, liegt an zahlreichen verschiedenen Faktoren. Die meisten davon hängen mit dem Text zusammen.

Wenn User*innen lange auf der Seite verweilen und deine Website an anderen Stellen im Internet verlinkt wird, trägt das zu einer guten Platzierung bei. Um das zu erreichen, ist es wichtig, dass der Text informativ, gut strukturiert und hilfreich ist.

Google analysiert den Content einer Webseite. Hier zählen ein hoher Informationsgehalt und einzigartige Inhalte zu den wichtigen Faktoren. Fremde Texte oder Bausteine zu kopieren, schwächt also die Sichtbarkeit.

Suchmaschinenoptimierte Texte: Darauf kommt’s an!

Damit ein Text von den Leser*innen als hilfreich empfunden wird, muss er auf den Inhalt fokussiert sein. Das heißt: Alles, was für die Aussage des Textes überflüssig ist, ist für den gesamten Text überflüssig.

Füllwörter blähen einen Text unnötig auf und schwächen gleichzeitig seine Aussagekraft. Das ist fatal, denn SEO-Texte dienen dazu, dich deinen Business-Lieblingsmenschen als Expertin für dein jeweiliges Spezialgebiet zu empfehlen.

Was ist ein Füllwort?

gute Texte erstellen

Füllwörter sind Wörter, die unnötig sind, Formulierungen in die Länge ziehen und Aussagen abschwächen.

Streiche daher alle Wörter, die du weglassen kannst, ohne dass der Sinn des Satzes verloren geht. Kürze, bringe Essenz und Klarheit rein. Mach deinen Text gut lesbar.

Formulierungen wie „man sollte“ sind in der Füllwörter-Definition zwar nicht enthalten, haben allerdings den gleichen Effekt. Wenn du den Satz umstellst und deine Leser*innen direkt ansprichst, ist der Informationsgehalt viel deutlicher – und dein Text ist kürzer.

Vermeide diese Floskeln! 12 Beispiele für Füllwörter.

Folgende Füllwörter-Beispiele verwenden – oftmals Frauen – besonders häufig. Während viele Männer dazu neigen, einen Text zu wenig emotional zu gestalten, plustern Frauen ihre Texte manchmal unnötig mit Füllwörtern auf.

Diese 12 Beispiele zeigen dir, was du weglassen kannst:

  1. meiner Meinung/meines Erachtens nach

Es ist dein Text, also auch deine Meinung – das brauchst du nicht betonen!

  1. eigentlich

Das schwächt deine Aussage.

  1. sollte, könnte

Solche Formulierungen wirken, als wärst du dir nicht sicher, ob deine Aussage stimmt.

  1. im Prinzip, im Grunde genommen, im Allgemeinen

Solche Formulierungen sind schwammig und wecken bei Leser*innen Unsicherheit.

  1. ein bisschen, ein wenig, etwas, einigermaßen

Du möchtest mit deinem Text Fragen deiner Leser*innen eindeutig beantworten. Nicht nur einigermaßen. 😉

  1. möglichst, nach Möglichkeit, wenn möglich

Diese Flickwörter transportieren ebenfalls Unsicherheit. Du möchtest deinen Leser*innen konkrete Tipps und Ratschläge geben, die sie umsetzen können.

  1. halt, eben, schon

Diese Wörter verlängern den Satz, ohne ihm mehr Inhalt zu verleihen.

  1. vielleicht, wahrscheinlich, eventuell

Deine Business-Lieblingsmenschen sind auf der Suche nach konkreten Informationen zu deinem Thema. Beantworte ihre Fragen mit klaren Formulierungen.

  1. definitiv, in jedem Fall, durchaus

Deutliche Aussagen müssen nicht mehr bekräftigt werden.

  1. übrigens, nebenbei bemerkt

Gib deinen Leser*innen nur die Informationen, die sie gerade benötigen. Gliedere deinen Text dabei so, dass der Themenfluss nicht unterbrochen wird. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, sind derlei Einschübe unnötig.

  1. ehrlich gesagt, offen gestanden

Deine Leser*innen gehen davon aus, dass du die Wahrheit schreibst. Das musst du nicht betonen.

  1. wohingegen, indes

Solche Wörter hemmen den Lesefluss, ohne den Informationsgehalt zu erhöhen.

Weniger Flickwörter, besserer Lesefluss

Welche Auswirkungen das Weglassen von Füllwörtern haben kann, siehst du hier:

statt:

„Einen unregelmäßigen Schlafrhythmus sollte man nach Möglichkeit vermeiden.“

besser:

„Sorge für einen regelmäßigen Schlafrhythmus!“

statt:

„Im Prinzip stärkt Meditation ein wenig die Resilienz.“

besser:

„Meditation stärkt die Resilienz.“

statt:

„Übrigens sind Selbstzweifel im Allgemeinen hinderlich.“

besser:

„Selbstzweifel sind hinderlich.“

Zeig, was du kannst!

Füllwörter schwächen die Aussagekraft deines gesamten Textes. Ein Text mit vielen Flickwörtern wirkt weniger informativ als einer mit wenigen oder keinen – selbst wenn die gleiche Menge an Informationen enthalten ist.

Wenn du die Aussagen in deinem Text durch diese Plusterwörter immer wieder relativierst, wirkt das unsicher. Dabei möchtest du dich als Expertin für dein Thema zeigen. Deshalb gilt es, Füllwörter beim Schreiben zu vermeiden!

So vermeidest du Worthülsen

textkorrekturEs ist sinnvoll, das Thema Füllwörter beim Texten im Hinterkopf zu behalten. Konzentriere dich jedoch nicht ausschließlich darauf, das lenkt dich zu sehr ab. Bleib im Schreibflow.

Den Flickwörtern an den Kragen geht es im nächsten Schritt, bei der Überarbeitung. Auf den ersten Blick Füllwörter zu erkennen, erfordert Übung.

Füllwörter-Tools für Business-Frauen

Wenn du unsicher bist oder Schwierigkeiten damit hast, kannst du auf den Füllwörter-Test zurückgreifen.

Dort wählst du die Floskeln aus, auf die dein Text geprüft werden soll, und bekommst ihn dann mit rot markierten Füllwörtern angezeigt. So erkennst du auf den ersten Blick, wie hoch die Füllwörterdichte in deinem Text ist.

Mit dieser Hilfe fällt die Entscheidung leicht, welche Wörter gestrichen werden können und welche für den Lesefluss oder die Aussage notwendig sind.

Optimiere deine Texte

Das Textanalyse-Tool hilft ebenfalls dabei, dich mit dem Schreiben von SEO-Texten vertrauter zu machen.

Hier erhältst du einen Überblick über alle Aspekte deines Textes, die die Lesbarkeit erschweren. Dazu gehören Passivkonstruktionen, zu lange Sätze, Abkürzungen und viele weitere Faktoren. Wenn du regelmäßig mit solchen Tools arbeitest, entwickelst du rasch selbst ein Gefühl für lesbare und informative SEO-Texte.

Lege einen extra Korrekturdurchgang ein, bei dem du deinen Text auf unnötige Wörter hin untersuchst. Achte darauf, ob dir ein Wort oder eine Formulierung auffällt, die du besonders häufig verwendest.

Erfolgreich sein durch gute Texte: Zusammenfassung

In der Kürze eines Satzes liegt die Würze! Achte beim Schreiben darauf, so viele Informationen wie möglich in deinem Text unterzubringen. Verzichte dabei auf alle Wörter und Formulierungen, die nicht unbedingt notwendig sind.

Ein guter SEO-Text bietet deinen Leser*innen Mehrwert und zeigt ihnen, dass du dich mit dem Thema auskennst, das sie gerade beschäftigt. Verwende keine Floskeln, sondern einen einzigartigen Text (Unique Content!). Lass dabei alles weg, was die Aussagekraft deines Textes schwächt.

Ganz wichtig ist mir, dir diesen Tipp mit auf den Weg zu geben:

Setz dich nicht unter Druck! Gute SEO-Texte zu schreiben, erfordert Übung. Wenn du im Hinterkopf hast, dass Füllwörter SEO-Texte unnötig in die Länge ziehen, ist das der erste Schritt in die richtige Richtung.